Das Ruhrgebiet – Spiegelbild der historischen Entwicklung der Industrialisierung des 19. und 20. Jahrhundert

Regionalleitung Nord

Datum
11.09.2017 - 14.10.2017

Veranstaltungsort
Bochum



Das Ruhrgebiet – Spiegelbild der historischen Entwicklung der Industrialisierung des 19. und 20. Jahrhunderts, technologischem Wandel des 21. Jahrhunderts und ökologischem Strukturwandel sowie deren politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen

 

Seminar

in Kooperation mit der Bundeswehr für Soldaten und politisch interessierte Bürger und Bürgerinnen in Essen, Bochum und Duisburg

Teilnehmerbeitrag:

310,00 € pro Person im Einzelzimmer

Unterkunft:

ibis Hotel Bochum Zentrum, Universitätsstraße 3, 44789 Bochum

Seminarleitung:

Michael Simmert, Regionalleiter asg-nord

Seminarziel:

Das Seminar soll anhand einer deutschen Region das Verständnis von politischen Entwicklungen im Kontext von Ökonomie, Politik, Strukturwandel, gesellschaftlichen Veränderungen sowie grüner Revolution vor Ort verdeutlichen.
Hierbei wird nicht nur ein besonderes Stück deutscher Geschichte im aktuellen Kontext beleuchtet, sondern auch das Netzwerk von nationaler und europäischer Entwicklung und deren Bedeutung für gesellschaftliche Entwicklungen verdeutlicht.

Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts führte mit ihren technologischen Schub zu einer gesellschaftlichen Veränderung elementarer Art, der nicht nur die Arbeitswelt des Menschen veränderte, sondern auch die Möglichkeit von Wohlstand und politischer sowie militärischer Macht hervorbrachte.
Die verheerenden Weltkriege des 20. Jahrhunderts basierten auch auf dem technologischen Quantenspruch, den das 19.Jahrhundert initiierte.
Zugleich wurden durch diese Entwicklung der Nährboden geschaffen für faschistische und nationalistische Strömungen in einem sich entwickelnden globalen Markt und deren teilweise katastrophalen Verwerfungen der Weltwirtschaftskrise der 20./ 30. Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Hierbei wurde geschickt der starke Nationalstaat als Garant für Schutz und Sicherheit vor den Auswirkungen von nicht steuerbaren globalen Bedrohungen propagiert.

Das Ende des 2. Weltkrieges führte zu weniger Nationalstaat und mehr Europa. Gleichzeitig öffneten sich die Märkte und es setze ein struktureller Wandel im Bereich von Energiegewinnung, Umweltbewusstsein sowie technologischer Weiterentwicklung ein, der vor allem das Ruhrgebiet als Region für Montanindustrie und als Kohle- und Energielieferant elementar veränderte.

Diese Entwicklung veränderte die gesellschaftlichen Strukturen dieser Region, vergleichbar elementar wie die industrielle Revolution des 19. Jahrhundert und ist gleichzeitig ein Spiegelbild aktueller nationaler und europäischer Geschichte (u. a. Stichworte wie Migration und Integration, Werks- und Zechenschließungen, Arbeitslosigkeit und Armut, neue Technologien und Renaturierungen)

Das Seminar wird somit nicht nur diesen historischen Kontext beleuchten, sondern auch die aktuelle Entwicklung in dieser Region den Teilnehmern exemplarisch vor Ort vermitteln.

Die Veranstaltung steht grundsätzlich allen politisch interessierten Bürgern und Bürgerinnen offen.