Deutsche und Tschechen – Europäische Nachbarschaft im Spiegel von Geschichte und Gegenwart

Regionalleitung Ost

Datum
17.02.2020 - 19.02.2020

Veranstaltungsort
Prag



Seminar

In Kooperation mit der Bundeswehr
für politisch interessierte Bürger und Bürgerinnen
(25 Teilnehmer)
in Prag

Teilnehmerbeitrag:

200.- € pro TN im Doppelzimmer (10 DZ)
230.- € pro TN im Einzelzimmer (5 EZ)

Unterkunft:

B&B Prague City, Prvního pluku 29, 186 00 Praha 8-Karlín

Seminarleitung:

Heike Diessner, Slawistin & Historikerin

Seminarziel:

Die tschechische Republik liegt im Herzen Europas. Nicht erst seit dem Beitritt zur EU besteht eine enge Bindung von Tschechen und Deutschen. Die gemeinsame Geschichte verbindet und ist Verpflichtung.
Im Seminar werden die Teilnehmer vor Ort in Prag die Hauptstadt der Tschechischen Republik als Zentrum der europäischen Geschichte kennenlernen. Neben dem zeitgenössischen Prag wird auch die historische Bedeutung der Stadt thematisiert. Dazu gehört beispielsweise der 30-jährige Krieg, der mit dem Prager Fenstersturz seinen Anfang nahm und der Europa nachhaltig prägte. Ebenso prägend für die europäische Geschichte war der sogenannte „Prager Frühling“ 1968 und dessen Versuch, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu schaffen welcher von sowjetischen Panzern brutal niedergeschlagen wurde.
Bei einem Besuch der Deutschen Botschaft in Prag werden die Seminarteilnehmer sich mit den Ereignissen des Jahres 1989 auseinandersetzen, die schließlich zur friedlichen Revolution und zur deutschen Einheit geführt haben. Auch die Geschichte des Zweiten Weltkrieges und seiner Folgen werden thematisiert. Die Gruppe wird in der Gedenkstätte des von den Nazis vernichteten Dorfes Lidice diesen Teil der deutsch-tschechischen Geschichte kennenlernen. Das Gedenken an diese Ereignisse sowie der Weg zur Versöhnung hin zur heutigen guten Nachbarschaft werden dabei aufgezeigt.

Das Seminar soll die Teilnehmenden in die Lage versetzen, ihre vorhandenen Kenntnisse zu erweitern und am Diskurs über Fragen deutscher-tschechischer und damit europäischer Geschichte aktiv zu partizipieren und dabei ihre eigene Position differenziert vertreten zu können.