„Weimar und Erfurt – Orte der Verfolgung und der deutschen Demokratie“

Regionalleitung Ost

Datum
30.11.2020 - 03.12.2020

Veranstaltungsort
Weimar und Erfurt



Seminar

in Kooperation mit der Bundeswehr
für politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger
(25 Teilnehmer)

Termin:

30. November – 03. Dezember 2020

Teilnehmerbeitrag:

390.- € pro TN im Doppelzimmer (8 DZ)
460.- € pro TN im Einzelzimmer (9 EZ)

Unterkunft:

Hotel Anna Amalia, Geleitstraße 8-12, 99423 Weimar

Seminarleitung:

Carsten Schmidt, Ibbenbüren

Seminarziel:

Wenige Orte in Deutschland sind gleichzeitig eng mit den Werten der deutschen Demokratie aber auch den Gräueltaten der Nazis verbunden wie Weimar – die gemeinhin als Stadt der
Dichter und Denker bekannt ist.
Das Seminar bietet einen Blick auf beide Aspekte der Geschichte vor Ort. Die Teilnehmer setzen sich zum einen mit der Deutschen Nationalversammlung von 1919 in Weimar sowie
deren Bedeutung für unsere heutige Demokratie auseinander und gehen der Frage der Instrumentalisierung der Stadt in der Politik nach. Zum anderen wird im ehemaligen
Konzentrationslager Buchenwald am historischen Ort die Ideologie der Nazis und die Vernichtung vor allem der jüdischen Bevölkerung thematisiert.

In Erfurt folgen die Seminarteilnehmer den Spuren jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart und besuchen den Gedenkort „Topf & Söhne“, bekannt als „die Ofenbauer von
Auschwitz“. In den Krematorien für den Völkermord an den europäischen Juden, Sinti und Roma errichteten Ingenieure der Firma Topf & Söhne die Verbrennungsöfen und die Lüftungstechnik für die Gaskammern. An keinem anderen zivilen Ort waren die mit der
Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen mehr präsent als in diesem Erfurter Unternehmen. Die Seminarteilnehmer sollen sich u.a. mit der Frage
der Schuld und der Handlungsoptionen der beteiligten Ingenieure auseinandersetzen.

Die Teilnehmenden sollen in die Lage versetzt werden, ihre vorhandenen Kenntnisse zu erweitern, am Diskurs über Fragen deutscher Geschichte und heutiger demokratischer Verantwortung aktiv zu partizipieren und dabei ihre eigene Position differenziert vertreten zu können. Die Teilnahme an dem Seminar steht grundsätzlich allen politisch interessierten Bürgern und Bürgerinnen offen.